Archive for the Fundstücke Category

Bunker-Legende (Ente) von Babie Doly

Posted in Fundstücke with tags , , , , , , , on 22. November 2008 by Hans Waal

In Babie Doly Monday, Jun. 25, 1951

From Warsaw last week came a story of two more curious survivors of World War II. A six-foot Nazi soldier with a beard reaching to his knees, and another who soon dropped dead of a heart attack, turned up in the village of Babie Doly, 20 miles from Gdynia, claiming that they had been trapped for six years in an underground storehouse. The bearded one, no mean storyteller, gave a detailed account to Poland’s Communist authorities, generally no mean storytellers themselves: during the German retreat in 1945, he and five other German soldiers had been looting the store, when German demolition bombs destroyed its entrance and entombed them. Two of the trapped men committed suicide; another two died. The two remaining buried their comrades in piles of flour, lived on the vast stores of food in the bunker, washed in schnapps to conserve the small supply of water which seeped through cracks in the concrete walls. When Polish workers cleared the rubble from the shelter’s entrance, they crawled out.

Quelle: time.com

Leider waren die Bunkermenschen von Babie Doly wohl nur eine Ente

Am 13. Juni 1951 hatte die amerikanische Nachrichtenagentur „Associated Press“ (AP) aus Warschau gemeldet: „Vor den Augen polnischer Arbeiter sind aus einem zertrümmerten Bunker in Gdingen zwei Männer aufgetaucht, die aus einer anderen Welt zu kommen schienen.“ AP berichtete, daß die deutschen Truppen vor der Räumung der Stadt im Jahre 1945 ein Lager in der Nähe des mit Lebensmitteln. Wein, Spirituosen und anderen Dingen gefüllten Vorratsbunkers gesprengt hätten. „Dabei hatten Trümmer den Eingang zum Bunker versperrt und hatten sechs Soldaten, die sich gerade einiges ‚organisieren‘ wollten, eingeschlossen.“ Zwei der Männer hätten Selbstmord verübt, zwei seien während der langen Bunker-Gefangenschaft krank geworden und gestorben. Einer der beiden Überlebenden, die sich jahrelang von den Vorräten des Bunkers ernährten, sei kurz nach der Befreiung tot zusammengebrochen, der letzte Bunkermensch werde zur Zeit in einem Danziger Krankenhaus behandelt.

In Deutschland wie in anderen Ländern malten besonders die Familien- und Boulevardzeitungen das Bunkerdrama in epischer Breite aus. Da polnische Stellen sich nicht zu den Berichten äußerten – noch in der letzten Woche kommentierte die Pressestelle des Warschauer Innenministeriums: „Der Fall ist uns überhaupt nicht bekannt“ -, wurde die publikumswirksame Story jahrelang von den Fabrikanten sogenannter Tatsachenberichte in mannigfacher Form kolportiert.

DER SPIEGEL 5/1958 vom 29.01.1958, Seite 44

Unbekannter Bunker entdeckt? Hier nun eine neue Variante. Die Nachhut

Advertisements

Die Radio-Rezensionen zum Hören

Posted in Fundstücke, Rezensionen with tags , , , , , , on 7. Juli 2008 by Hans Waal

MDR Figaro: „Hans Waal gelingt es glaubwürdig das heutige Deutschland zu reflektieren aus der Sicht von vier original – weil eben im Bunker konservierten – Nationalsozialisten.“ Beitrag Figaro

Radio Fritz, RBB: „ Hans Waal ist mit der „Die Nachhut“ eine scharfe Satire gelungen, wie sie geschichtsträchtiger und aktueller nicht sein könnte. Sehr sehr lesenwert!“ Beitrag Fritz

RBB Kulturradio: „Sehr feinfühlig erzählt … eine Parabel auf die Vergangenheitsbewältigung unserer Zeit und ein Plädoyer für den zweiten, genauen Blick.” Beitrag RBB

„Genial, berührend, unverkrampft…“

Posted in Fundstücke, Rezensionen with tags , , on 14. Mai 2008 by Hans Waal
Von Wolfgang Stroebl (Österreich) –
(TOP 500 REVIEWER) (REAL NAME)

Die „Nachhut“ bilden in diesem Roman vier alte ehemalige SS-Männer, die nach 60 Jahren ihren unterirdischen Bunker verlassen und im modernen Deutschland des Jahres 2004 so ihre Probleme haben.
Der geniale Kunstgriff des Autors Hans Waal besteht darin, die Story aus drei verschiedenen Perspektiven erzählen zu lassen: ein Alt-Nazi namens Fritz schreibt Tagebuch, aber auch eine Beamtin einer antifaschistischen Sonderkommission und der junge Kameramann eines Privatsenders schildern ihre Sicht der Ereignisse. Dadurch verhindert der Autor jegliche Einseitigkeit in der Betrachtung dieses doch noch immer heiklen Themas.
Eine Wohltat, dass hier satirisch und locker geschrieben wird, was aber nicht heißt, dass die Geschichte oberflächlich oder schnoddrig angegangen wird. Im Gegenteil: es darf eine ausgewogene Diskussion stattfinden in dieser unterhaltsam geschilderten Story, die in den richtigen Momenten auch kurz innehält und berühren kann.
Ich muss gestehen, dass mir die Handlung einige Winkelzüge zuviel hatte und es auch 30,40 Seiten weniger hätten sein dürfen – aber dennoch: die Stilsicherheit des Autors und Journalisten Hans Waal ist beeindruckend. Eine originelle Geschichte unverkrampft und leicht erzählt und dennoch mit Niveau in Form und Inhalt – Chapeau !

„Glanzvoll freigelegte Situationskomik“

Posted in Fundstücke, Rezensionen with tags , , , , on 30. April 2008 by Hans Waal

„Eine Story, skurril und spannend, witzig und berührend.“ Kerstin Decker, Leipziger Volkszeitung

was für ein buch…

Posted in Fundstücke with tags , , , , , , on 12. April 2008 by Hans Waal

Allein schon die Idee ist ja wirklich zu genial – und dann hat es der Autor auch noch geschafft, sie hervorragend umzusetzen. Ich konnte das Buch kaum aus den Händen legen und hatte es innerhalb von zwei Tagen durch. Zum Inhalt wurde schon einiges gesagt – ich möchte auch nicht zu viel verraten, um den Lesegenuss nicht zu mindern. Die drei Erzählstränge ergänzen sich perfekt und lassen ein Szenario entstehen, das einfach zu komisch ist. Das Buch ist in der Tat dazu geeignet, die Augen zu öffenen – und zwar in einer sehr viel unpädagogischeren und sympathischeren Art, als man das gewohnt sein mag. Jeder bekommt sein Fett weg – und das ist gut so. Die zahlreichen Anspielungen (etwa auf den Filmemacher, dessen Wohnung als Unterschlupf genutzt wird etc) sind einfach zu witzig… Ein Buch, bei dem einem das Lachen bisweilen auch im Halse stecken bleibt. Ich habe es schon vielfach empfohlen und bin bislang stets auf ein positives Echo gestoßen. Sehr zu empfehlen!

Sigrid Grün (Schönhofen b. Regensburg)

DANKESCHÖN!

Eine skurrile Geschichte um die Deutsche Geschichte

Posted in Fundstücke with tags on 9. April 2008 by Hans Waal

„Die Nachhut“ geht der Frage nach, wie ein paar wirkliche Nazis die Welt von heute wahrnehmen würden. Dem Autoren gelang es, eine überaus witzige Geschichte zu konstruieren… So viele kriegen ihr Fett weg in diesem Roman…Es macht Spaß, die alten Männer bei ihrer Zeitreise in die moderne, friedliche Zeit, die manchmal doch gar nicht so friedlich ist, zu begleiten. Fast mag man sich mit ihnen anfreunden.

Uta Köhn, Märkische Allgemeine Zeitung

Posted in Fundstücke with tags , , , , , on 18. März 2008 by Hans Waal

„Was für ein grandioses Buch! Bissig, ironisch, bisweilen tragisch-komisch, man lacht und im selben Moment bleibt einem das Lachen im Halse stecken. Wie respektlos und zugleich souverän Waal mit deutscher Geschichte, deutschen Befindlichkeiten, der heuchlerischen Vergangenheitsbewältigung, dem Niedergang im Osten und all diesen deutschtümelnden Dingen umgeht, das ist ein Lehrstück erster Güte. Mal kein „Wenderoman“ kein „Ost- oder Westroman“ – ein Deutschlandroman, wie es ihn in derart komplexer Weise aus meiner Sicht bislang nicht gegeben hat.“  Bernhard Quenzel, Erfurt